Arbeitsbedingungen - Fachwissen - Arbeitsbedingungen

Arbeitsbedingungen – für attraktive Arbeitsplätze

Wie oft schiebe ich Spätschicht? Verdiene ich genug? Welche Aufgaben habe ich zu erfüllen? Wo ist mein Arbeitsplatz und wie ist er ausgestaltet? Mit wem arbeite ich in welcher Form zusammen? Solche Fragen prägen das Arbeitsverhältnis, sie sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentral. Gute Arbeitsbedingungen und reibungslose Abläufe in einem Betrieb tragen massgeblich dazu bei, dass die Leute gerne zur Arbeit erscheinen. Arbeitsplätze mit interessanten Arbeitsbedingungen sind attraktive Arbeitsplätze. Es ist im Wesentlichen der Arbeitsvertrag, der die Arbeitsbedingungen regelt. Betriebe orientieren sich dabei an ihrer spezifischen Situation, müssen aber auch gesetzliche, kantonale und tarifliche Vorgaben einhalten. In dieser Rubrik finden Sie nützliche Empfehlungen zu Arbeitszeit, Lohn, Leistungen, Arbeitsort und Personalzusammensetzung.

Ausländische Diplome

In Arbeit

FaBe – wertvolle Teammitglieder

In Arbeit

Lohn

Zum Salär ...

Wie viel verdient die Fachfrau Betreuung im Heim? Welchen Lohn hat der Assistent Gesundheit und Soziales (AGS) mit Attest zugute, der neu im Team der Institution mitanpackt? Und welche Vorgaben gibt es zum Salär der Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Fachschule? Bei den Löhnen existieren schweizweit grosse Unterschiede. Je nach Kanton, Region und nach Alter der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters differieren die Saläre stark. Auch die Grösse und die Art des Betriebs beeinflussen die Entlöhnung. Konkrete Empfehlungen lassen sich deshalb kaum abgeben.

Informationen zu orts- und branchenüblichen Löhnen geben die kantonalen Ämter für Wirtschaft und Arbeit, oder Ämter für das Personal, Abteilung Löhne. Ebenso geben kantonale oder regionale Berufsverbände und Gewerkschaften Auskunft zu Lohnfragen.
Mitglieder des SBK’s (Schweizer Berufsverband Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner) können sich an die zuständige Sektion wenden.

Die hier bereitgestellten Links können Führungsverantwortlichen jedoch als Orientierungshilfe dienen. Es berücksichtigt Anforderungsprofile auf den folgenden Stufen: Eidgenössisches Berufsattest (EBA), Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) und Höhere Fachschule (HF). Die dargelegten Anforderungsprofile entsprechen dem jeweiligen Ausbildungsniveau.

Fachinformationen und Arbeitsinstrumente

Links

Lohnrechner Bundesamt für Statistik

Lohnrechner Beobachter

Lohnempfehlungen Zentralschweiz (XUND/OdA Gesundheit)

Löhne Hauswirtschaft

Viva Luzern AG Gesamtarbeitsvertrag

Viva Luzern AG Anhang zum Gesamtarbeitsvertrag

Landes-GAV des Gastgewerbes (mit öffentlichem Restaurant)

Personalmix

In Arbeit

Pflegende Angehörige im Team

Ein Mehrwert für den Arbeitgeber

In der Schweiz übernehmen rund 330‘000 Personen im Erwerbsalter regelmässig Pflege- und Betreuungsaufgaben, wie ein Bericht des Bundesrats Ende 2014 aufzeigte. Nach wie vor leisten mehrheitlich Frauen diese gesellschaftlich wertvolle, unbezahlte Care-Arbeit. Sie unterstützen ihre betagten Eltern emotional und psychisch, kümmern sich um Soziales und das Geld, organisieren Hilfe, übernehmen Transporte und Aufgaben im Haushalt und erbringen eigentliche Pflege. Mit der Alterung der Bevölkerung und mehr pflegebedürftigen Menschen wird sich das Thema weiter akzentuieren.

Gerade Betriebe der Sozial- und Gesundheitsbranche mit ihrer mehrheitlich weiblichen Beschäftigtenstruktur sehen sich mit dem Thema konfrontiert. Denn wer in der Pflege und Betreuung tätig ist, trägt berufsbedingt bereits grosse emotionale und körperliche Belastungen – neben allen positiven Seiten der Arbeit. Kommt zusätzlich noch die private Pflege eines Angehörigen dazu, ist die Belastungsgrenze rasch erreicht.

Erwerbstätige mit Betreuungsaufgaben decken mehrere Rollen ab und versuchen, den beruflichen und familiären Verpflichtungen so gut wie möglich gerecht zu werden. Viele Betriebe gehen davon aus, dass es Privatsache der Mitarbeitenden sei, die Vereinbarkeit von Betreuungs-, Pflege- und Berufsarbeit zu organisieren. Doch das stimmt so nicht. Es liegt im ureigenen Interesse des Arbeitgebers, die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen. Strategien zur Unterstützung pflegender Angehöriger unter den Mitarbeitenden beugen Burn-out vor und helfen, Absenzen in den Teams zu vermeiden. Der Arbeitgeber kann beweisen, dass er soziale Verantwortung übernimmt, und bleibt so – auf einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt – für gut qualifizierte Mitarbeitende attraktiv.

Fachinformationen und Arbeitsinstrumente

Links

BAG Förderprogramm «Entlastungsangebote für betreuende Angehörige»

Beratung und Unterstützung bei der Begleitung von Angehörigen

KMU Handbuch Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familien in kleinen und mittleren Unternehmen

work+care Nationale Plattform für pflegende und betreuende Angehörige

Informationen und Adressen des Roten Kreuzes

Forschung (careum) und Info für Arbeitgebende zu work & care

Weiterbildungsangebote von ARTISET Bildung

Absenzenmanagement

Lebensphasenorientiertes Personalmanagement - welchen Beitrag leistet der Dienstplan?